Wie du ohne großen Aufwand deine privaten Finanzen organisieren kannst

Die eigenen Finanzen organisieren? Mit diesen Tipps brauchst du dafür nur wenige Minuten am Tag.

Wer planlos sein Geld ausgibt, hat am Monatsende oft nichts übrig. Doch das muss nicht sein. Es wird Zeit, die Finanzen zu organisieren. Das ist nicht besonders schwierig oder zeitaufwendig. Ist ein Anfang gemacht, reichen wenige Minuten täglich dafür aus.

Die festen Kosten

Zu diesen Ausgaben zählen zum Beispiel die Kosten der Wohnung, also die Miete und die Verbrauchskosten an Strom, Gas und Wasser. Außerdem zahlst du beispielsweise für Telefon, GEZ und Versicherungen. Der Kontoauszug gibt Aufschluss darüber. Notiere dir einmal alle Kosten, die anfallen und überlege dir, ob es hier Einsparpotenzial gibt. Vielleicht zahlst du noch für eine Versicherung, die du nicht mehr benötigst und kannst diese kündigen. Was bleibt, sind deine festen Ausgaben.

Haushaltsbuch führen

Die Kontrolle über die Ausgaben zu behalten, ist nur über ein Haushaltsbuch möglich. Auch wenn du glaubst, eigentlich nicht viel auszugeben, solltest du eins führen. Die Gefahr ist groß, sich zu verschätzen.


Notiere alle Ausgaben gewissenhaft. Im Haushaltsbuch sind schon alle Spalten vorgetragen, sodass du sehen kannst, was du für Lebensmittel, Kosmetikartikel, Kleidung usw. ausgibst. Kreise mit einem roten Stift ein, was du nur aus Lust und Laune gekauft hast. Das kann zum Beispiel das neue T-Shirt sein, dass du erworben hast, obwohl dein Kleiderschrank randvoll ist.

Das Budget bestimmen

Finanzen organisieren heiß, einmal durchzurechnen, wie viel Geld du zur Verfügung hast. Du kennst nun deine festen Kosten und weißt, was du ausgibst. Die Summe kannst du mit deinem Einkommen gegenrechnen. Bestenfalls kommst du hin. Doch gespart ist nichts. Das heißt, dass du deine Ausgaben optimieren musst. Die 50-30-20-Formel kann dir helfen. Dabei teilst du dein Einkommen in drei Teile. Die Hälfte des Lohns ist dem Lebensnotwendigen vorbehalten, also Miete, Strom, Essen usw. 30 Prozent werden für nötige Anschaffungen, für Freizeitaktivitäten oder als persönliches Taschengeld vorgehalten. Du kannst dir von diesem Geld auch einfach mal etwas gönnen oder einen Urlaub finanzieren. 20 Prozent von deinem Einkommen sparst du oder baust zunächst Schulden oder Kredite damit ab.

Verschiedene Konten nutzen

Du fragst dich sicherlich, wie genau du mit der Regel deine Finanzen organisieren kannst. Am einfachsten geht es mit dem Mehrkontenmodell. Manche Banken ermöglichen es ihren Kunden, Unterkonten anzulegen. Geht das nicht, eröffnest du einfach zwei zusätzliche Konten. Das Gehaltskonto, das du schon hast, wird als Haushaltskonto geführt. Hier verbleiben 50 Prozent deiner Einnahmen. Von hier aus gehen alle festen Kosten ab. Richte am besten Daueraufträge dafür ein, dann musst du dich nicht mehr um diese Zahlungen kümmern.


30 Prozent kommen ebenfalls per Dauerauftrag auf dein Lifestyle-Konto. Es steht dir zur freien Verwendung.


Die restlichen 20 Prozent kommen automatisiert auf das Sparkonto, so sparst du fast unbemerkt. Du kannst auch in einen Sparplan investieren, der dir Zinsen oder eine sichere Rendite bringt.

Das Haushaltskonto

Dieses Konto musst du nun ganz genau im Blick behalten, denn du darfst dein verbleibendes Haushaltsbudget nicht überschreiten. Trage die Ausgaben für deine Einkäufe weiter in dein Haushaltsbuch ein. Checke deinen Kontostand regelmäßig und rechne mit. Fünf Minuten reichen für ein tägliches Fazit aus.

Anpassungen vornehmen

Die 50-30-20-Formel ist natürlich nicht in Stein gemeißelt. Falls du nicht damit zurechtkommst, kannst du eine kleine Veränderung vornehmen und die Formel optimieren, sodass sie besser zu dir passt. Ratsamer ist es jedoch, die Ausgaben zu überdenken. Bei den Lifestyle-Ausgaben lässt sich meist am besten sparen, sodass du, wenn nötig, dein Haushaltsgeld etwas erhöhen könntest.

Motiviert bleiben

Es dauert eine Weile, bis sich die neue Methode eingespielt hat. Aber du wirst immer besser erkennen können, welche Ausgaben unnötig sind. So wird es dir immer leichter fallen, mit deinem Budget auszukommen. Ist ein Monatsbudget für dich zu unüberschaubar, dann teile es dir weiter ein und mache Wochenbudgets daraus.


Beziehe deine Familie unbedingt mit in dein Projekt ein! Wenn du die Vorteile erklärst, werden sicher alle Familienmitglieder davon begeistert sein und eifrig mit sparen.

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